Zinshäuser - wertbeständige Anlageformen

Zinshäuser, das heißt Mietshäuser mit vermieteten oder auch nach Sanierung zu vermietenden Wohnungen, steigen immer mehr in der Gunst der Anlagefreudigen. Mit Zinshäusern sind zunächst ältere Gebäude gemeint, deren Baujahr vor 1945 war und die einem besonderem Mieterschutz unterlagen.

Die Bauten, die zu Spekulationszwecken um die Jahrhundertwende in der so genannten “Gründerzeit” errichtet worden sind, auch Mietskasernen genannt, sind mehrgeschossige Wohnanlagen in der Innenstadt von größeren Städten, die als Wohnunterkunft für kleine Arbeiter und Angestellte zum Zwecke des Mieterwerbs und Abbaus der durch die Industrialisierung angehäuften Geldsummen geschaffen wurden.

Häufig waren Gesellschaften die Bauherren, Vorgänger heutiger Wohnungsbaugesellschaften. Für höchstmögliche Gewinne war die optimale Platzausnutzung am wichtigsten. So entstanden zumeist geschlossene Höfe mit Seitenflügeln und bis zu 4 Hinterhöfen, Mietskarrees in geschlossener Bauweise.